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Fisch

Ein „Endemit“ im Gailtal

Vortrag Dr. Perner
Dr. Thomas Perner referierte u. a. über aussterbende Fischarten.

Unter dem Titel „Ein Endemit im Gailtal, der Huchen und seine Umwelt in der Gail“ hielt Dr. Thomas Perner im Dezember einen sehr interessanten Vortrag im Stadtsaal Hermagor.
Perner ist Präsident des Oregon Instituts für Geologische Forschung in den USA.
Derzeit bearbeitet der gebürtige Deutsche die Unterpermische Flora Europas. Als parallel laufendes Projekt gehören dazu die Karnischen Alpen.

Seit 40 Jahren ein Gailbeobachter
Neben seiner Haupttätigkeit zieht es den gebürtigen Deutschen schon seit seiner Kindheit auch an das Wasser. Die Gail kennt der Paläontologe wie seine Westentasche, denn seit über 40 Jahren beobachtet er in seinem Urlaub diesen Fluss. Es ist seine zweite Heimat geworden und in Förolach hat er auch ein Haus zusammen mit seinem Onkel errichtet.

Nach einleitenden Worten von Fischereiverwalter Georg Krutzler referierte Perner neben eines geschichtlichen Rückblickes über seine Forschungsarbeit in der Gail zwischen Hermagor und Vorderberg und hier vor allem über die noch vorhandenen Fischarten.

Altarme wieder öffnen
Gab es früher eine Fischbiomasse von 2.250 kg/ha sind es heute normal in der unstrukturierten Gail um die 200 kg/ha. Ursachen wie der Kormoran werden immer wieder genannt. Auch Geschieberückhalt in den Zuflüssen und Regulierungs-Maßnahmen, die eine Vertiefung des Flussbettes fördern, führen zum Rückgang des Fischbestandes. Der Huchen leidet besonders unter den diversen anthropologischen Einflüssen.
Hier muss man Ansetzen, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Zu wünschen wäre, dass vor allem verlandete Altarme wieder Zugang zur Gail bekommen, wo immer es möglich ist. Dabei braucht der Huchen besonderen Schutz. Schutz brauchen aber auch die Äsche und Bachforelle, beide sind vom Aussterben hoch gefährdet.
Als eine Maßnahme wäre die Regenbogenforelle auszutauschen. Dieser „Allesfresser“ ist in der Lage die Äschen und Bachforellenbestände zu gefährden oder gar zu verdrängen. Positiv bei seiner letzten Begehung vor wenigen Wochen war festzustellen, dass sich der Äschenbestand gegenüber den Vorjahren wieder vermehrt hat.

Huchen bewegt über eine Tonne Kies
Erfreulich ist auch, dass es in der Gail wahrscheinlich noch den letzten sich selbst reproduzierenden Huchenbestand gibt.
Zum Bau seiner Laichgruben braucht der Huchen einen Gewässergrund mit geeigneter Körnung, dabei bewegt er ca. 1,2 t Kies. Der Huchen ab 80 cm besetzt ein Revier von etwa einem Kilometer und ist dann Standorttreu. Sie können aber in der Laichzeit bis zu 10 Kilometer wandern. In den letzten drei Jahren wurden im Zuge von regelmäßigen Begehungen zwischen Hermagor und Vorderberg um die zehn Huchen in verschiedener Größe gesichtet. Es gibt also keinen Überbestand und man sollte daher bewusst mit dem Huchen umgehen. Er appellierte auch, ihn wo immer es geht bei seinen „freiwilligen“ Untersuchungen und Beobachtungen zu unterstützen.

55 Millionen alter Fisch kommt nach Hermagor
Zum Abschluss teilte Perner mit, dass in Präparations-Laboratorium in Wyoming/USA gerade ein sehr seltener Fisch namens „Amphiperca“ präpariert wird. Er gehört zur Fischfamilie aus der sich die Forellen entwickeln und wird als Geschenk dem Heimatmuseum in Möderndorf übergeben. Übrigens ist Perner ein langjähriges Museumsmitglied und hat schon einige seltene Exemplare zur Verfügung gestellt.

Auf der Suche nach neuen Pflanzenarten
Derzeit bearbeitet der Paläontologe die Unterpermische Flora Europas. Dazu gehören die Karnischen Alpen. Hier gibt es in Kärnten und Südtirol den Übergang vom Karbon zum Perm vor ca. 305 Millionen Jahren. Schon jetzt kann Perner sagen, dass hier eine Fülle neuer Pflanzenarten gefunden werden. Dieses wissenschaftliche Projekt wird noch einige Jahre Forschung benötigen und mit Sicherheit viele neue Erkenntnisse über die Zeit des Erdaltertums im Gailtal liefern.

Reges Interesse beim Vortrag
An Ehrengästen waren neben zahlreichen Petrijüngern aus den umliegenden Fischereigemeinschaften Egg, Hermagor, Waidegg neben den Gemeinderäten Ing. Markus Rauscher und Josef Mick auch der neue Hermagorer Postenkommandant Peter Allmaier sowie Kärntens Fischerobmann Prof. Mag. Eduard Blatnik, Lois Spiss, Friedrich Tomasin, Ing. Günther Wallner, Valentin Pipp, Karl Zankl, Klaus Stuppnig sowie Norbert Trattler aufmerksame Zuhörer.

Vortrag Dr. Perner 1
Reges Interesse beim Vortrag im Stadtsaal Hermagor.
























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