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Kein Geld für Fischer

Kein Geld für Fischer

Lieber Fischerkollege, liebe Fischerkollegin, stell dir vor, du zahlst für das nächste Jahr rund 30 Euro an Fischereisteuer an das Land. Stell dir weiters vor, das machen alle rund 10.000 Jahreskartenfischer. Und dann stell dir noch vor, dass auch die rund 20.000 verkauften Gastfischerkarten dem Land Kärnten viel Geld einbringen. Was dann in Summe an Einnahmen für das Land aus unseren Geldbörsen herauskommt, ist die stolze Summe von rund einer halben Million Euro.
Ist doch wunderbar, sagst du jetzt, damit kann man in der Fischerei ja einiges machen; vernünftige und nachhaltige Besatzprojekte fördern, die vielfältigen Tätigkeiten der Fischereivereine unterstützen, die Jugendausbildung forcieren, interessante Weiterbildungsveranstaltungen durchführen, eine effiziente und schlanke Fischereiverwaltung einrichten und vieles mehr. Ja, das könnte man tatsächlich. Wenn das „wenn“ nicht wäre: Wenn unser Geld auch in die Fischerei zurückfließen würde! Und das tut es eben nicht bzw. nur in bescheidenstem Ausmaß. Das findest du eigentlich ungerecht? Da bist du nicht der oder die einzige. Es werden immer mehr, die das nicht verstehen können und wollen.
Seit 10 Jahren wird über diesen Missstand diskutiert, verändert hat sich bisher gar nichts.Niemals sind von uns Fischern und Fischerinnen die Rechte der Fischereiberechtigten in Frage gestellt worden.
Niemals sind Forderungen nach deren Beschneidung erhoben worden. Niemals sind die Fischereiberechtigten als Gegner oder gar als Feinde von uns Angelfischern dargestellt worden. Das alles sind bloß absurde Unterstellungen von einigen wenigen, die ihre eigenen Interessen verfolgen und nicht die gesamte Fischerei in unserem Bundesland im Auge haben. Es geht nämlich um etwas ganz anderes: Es geht darum, dass diejenigen, die diese halbe Million Euro zahlen, in einer zukünftigen demokratischen Fischereiverwaltung auch darüber mitbestimmen (und nicht nur am Rande mitreden) können müssen, was mit diesem Geld geschehen soll.
Das ist – und sollte auch in Kärnten sein– ein zutiefst gerechter und demokratischer Grundsatz. Kärntens Jäger wissen dies bereits seit 10 Jahren zu schätzen. Dort gibt es für die Jagdrechtsbesitzer und die einfachen Jäger kein geteiltes Wahlrecht. Jeder Jäger, der die jährliche Jagdabgabe bezahlt, hat eine freie Stimme und kann wählen, wen er will. Das ist demokratisch korrekt.
Und nun fragst du dich, lieber Fischerkollege, liebe Fischerkollegin, warum das denn nun nicht auch bei uns in der Fischerei so ist, nicht wahr? Du fragst dich, warum nach dem neuen Fischereiverwaltungsmodell von LHStv. Scheuch wir Fischer in allen Gremien in der Minderheit sein sollen, wo wir doch die Kosten dafür bezahlen? Nun, es gibt keinen vernünftigen und einsehbaren Grund dafür. Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen von der Mitentscheidung in einem Fischereiverwaltungsmodell auszusperren, das ist ein Rezept von gestern und nicht eine Option für die Zukunft.
Stell dir nun abschließend vor, das sehen nicht nur wir 15.000 einfachen Fischer und Fischerinnen so. Stell dir vor, das halten auch die rund 500 Fischereiberechtigten für eine gute Idee: Dass man nämlich die Partnerschaft und die Kooperation pflegen sollte, so wie das in der Wirtschaft passiert zwischen Unternehmern und Kunden. Und ein bisschen was mit Wirtschaft hat die Fischerei ja allemal zu tun.
Stellen wir uns alle vor, wie produktiv und angenehm sich ein demokratisches Miteinander auswirken würde: Fischereiberechtigte, Fischereiausübungsberechtigte und einfache Fischer und Fischerinnen sitzen an einem Tisch und beschließen im Geist der Kooperation Maßnahmen für die Zukunft. Und kein geteiltes Wahlrecht, genährt von gegenseitigem Misstrauen, hält sie davon ab.
Stellen wir uns vor, das gibt es in naher Zukunft wirklich. Dann gäbe es für einige Miesmacher keine Geschäftsgrundlage mehr. Dann gäbe es wohl auch für die Landesregierung kein rationales Argument mehr, unser Geld nicht in die Fischerei zurückfließen zu lassen. Und davon profitieren würden alle.
Nur ein ehrliches demokratisches Miteinander in einem partnerschaftlich besetzten Selbstverwaltungsmodell ohne geteiltes Wahlrecht kann der richtige Schritt in Kärntens Fischereizukunft sein.

(Petrijünger des Südens; Ausgabe 02/2012)




















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