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Fliegenfischen Subalpin

von Friedrich Tomasin

Ein Anglertag hoch über dem Ahrn-Tauferertal in Südtirol

Linkes UferEs gibt sie immer wieder, Fischgewässer, an denen nicht unbedingt ein gefangener Fisch, sondern dessen Umgebung beeindruckt.
Schon die Anfahrt auf das in 1870 m Höhe gelegene Fischwasser, vorbei an schmucken Häusern im Südtiroler-Stil, die in kleine zierliche Dörfer zusammengewachsen sind, vermindert den vorerst vorherrschenden Jagdtrieb und die Neugierde auf das bevorstehende fischereiliche Erlebnis.
Steht man dann erstmals am "Newes", schweifen die Blicke unwillkürlich in die Umgebung.
Zum Greifen nahe glänzen die Eisflanken der Gletscher herunter, und wer sich hinreißen lässt zu glauben, sie in einem Spaziergang zu erreichen, der irrt, denn 1500 Höhenmeter wären zu bewältigen.
Welcher Kontrast: ein von Wasserkraftwerkern erbauter See, inmitten von Dreitausendern und ewigem Eis, vor der herrlichen Kulisse der Zillertaleralpen.
Ein Ort der Abgeschiedenheit, ein Ort, wo man Entspannung in Einklang mit der Natur findet, ein Ort für Bergfexe und Fliegenfischer, die Abwechslung suchen.

Zum Fischwasser und der Fischerei

Stauwurzel
Rechtes Ufer mit Zubringer
Goldköpfe

Wie uns schon angekündigt wurde, treffen wir den Newes in milchig-trübem Zustand an. Die permanent hohen Lufttemperaturen des Sommers führten zu einer ununterbrochenen Schmelzwasserführung in den Zubringerbächen und somit zur anhaltenden Trübung und minimalen Sichttiefe.
Folglich blieb auch die Wassertemperatur unter den jahresdurchschnittlichen Werten.
Einflüsse, die erfahrungsgemäß Nachteile für die Fischerei bringen.
Ein erster Besuch ist und bleibt, trotz guter Ratschläge und Empfehlungen, ein Erkunden und Experimentieren.
So tastete ich den Großteil des Fliegenrevieranteiles ab: Der gesamte linke Uferbereich bis annähernd zur Stauwurzel ist felsig-steil abfallendes Gelände. Stauwurzel und rechtes Ufer sind leicht begehbar, mit flachen Uferzonen.
Der Stauwurzelabschnitt lässt erahnen, welche Naturkräfte fallweise am Werk sind. Die Geschiebemassen würden sicher einen Wolkenkratzer ergeben.
Nachdem vorerst keine Aktivitäten zu beobachten waren, versuchte ich mein Glück mit Goldköpfen. Auch die altbewährte Arthofer kam zum Einsatz.
Beeindrucken konnte ich vereinzelt nur Angehörige der Kinderstube.
Inzwischen zeigte sich besonders in Ufernähe vermehrt Bewegung im Oberwasserbereich. Völlig trocken serviert brachte aber nicht den Erfolg. Eine kleine buschige Schwarze, eingesunken und gezupft, sollte dann doch so manchen Fisch bringen.
Unser Freund Richard konnte einen starken Biss verzeichnen - aber leider nur "verzeichnen".
So testeten meine mitgekommenen Freunde und ich so manches empfohlene Muster und wir durften dem Hausherrn auf die Finger schauen und feststellen, dass auch ihm Petrus nicht besonders hold war.
In unserer Nachbarschaft wurde aber der Fisch des Tages auf die Schuppen gelegt: ein Regenbogner über 50 cm.
Die nächste Saison kommt sicher, und mit ihr eine neue Chance.

Fischereibedingungen:

Die Saison beginnt am 16. Mai und endet am 15. Oktober. Der See ist unterteilt in einen Bereich für allgemeine Fischerei und einen fürs Fliegenfischen. Die Grenze ist linksufrig auf Höhe des Imbissstandes und rechtsufrig die gegenüberliegende Bachmündung.

Vorkommende Fischarten:

Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Seesaibling, Elsässer-Saibling (Kreuzung Bachsaibling-Seesaibling) und vereinzelt Tigerfische (Bachforellen-Bachsaibling Kreuzlinge).

Informationen und Lizenzen:

Anton Irenberger, I-39031 Bruneck/Brunico, Beda-Weber-Str. 28, Tel: 0039-0474-411451, e-mail: fisherman@dnet.it oder I-39038 Innichen/S. Candido, Via I. Mantinger 2, Tel/FAX: 0039-0474-913127.
Unterkunft und Essen:
Bei den Irenbergers, Draubar in Innichen ist man gut und preiswert untergebracht. Die Chefin kocht selbst (sehr gutes Frühstück und beste Pizza). Klara und Anton vermitteln und wissen alles.

Anreise ans Fischwasser:

Von Osten über das Pustertal (E-66) und von Westen durch das Tal der Rienz (E-66) nach Bruneck; dann durch das Tauferertal bis Mühlen. Von dort über Mühlwald und Lappach an den Newes.

Allgemeines:

Dass es in Südtirol eine Vielfalt von Fischereigewässern gibt, berichtet zeitgenössische und antiquarische Literatur.
Die Bäche, Flüsse und Seen rund um das Hochpustertal werden schon im Tiroler Fischereibuch Maximillian des I., Codex Vindobonensis 7962, verfasst anno 1504, beschrieben.

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