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Fliegenfischen auf Barben

Mit heavy-weights auf Bartelbomber

Barbe

Einleitung

Das Fliegenfischen ist die häufigste Methode, um Salmoniden nachzustellen.
Wen es einmal gepackt hat, der wird es wohl nicht so schnell wieder loslassen, die Fischerei auf Sicht, das Lesen der Strömung, das Studieren der Insekten und die ständige Bewegung über Stock und Stein in einer faszinierenden Umgebung.
Doch irgendwann stößt man mit der Pirsch auf Forelle, Äsche, Huchen und Lachs speziell in der wärmeren Jahreszeit an seine Grenzen.
Warum soll man es dann nicht einmal mit der Fliege auf Hecht, Karpfen oder die kampfstarke Barbe versuchen? Bei jedem, der einmal eine Barbe mit der Fliege gefangen hat, steht dieser Fisch ganz oben auf der Liste.
Die Kampfkraft und die immer wiederkehrenden torpedoartigen Fluchten Richtung Grund, Sträucher und Unterwasserhindernisse stellen Fischer und Gerät auf eine harte Probe. Doch der Lohn liegt in einem goldenen, spindelförmigen Fisch mit orangen Flossen und teils beachtlicher Größe.
Um es einfach mit den Worten eines guten Freundes und Meisters der Fliegenfischerei zu sagen: „ Flyfishing is not life and death – it‘s far more important than that.“
Die Fischerei auf Barben mit der Fliege ist nicht sonderlich schwer, solange man sich beim Waten ruhig verhält und die nötigen Meter weit werfen kann.
Ich befische jetzt schon das dritte Jahr gezielt die goldenen Königinnen der Strömung mit der Fliege und möchte Ihnen hier meine Technik und Taktik ein wenig näher bringen.

Gerät und Zubehör

Die angegebenen Daten zu Gerät und Zubehör sind starken Schwankungen unterzogen, da es von Gewässer zu Gewässer verschieden zusammengestellt werden muss. Einmal ist ein Fluss verwachsen oder nicht, es kommen nur kleinere Barben vor oder es sind richtige Gänsehaut-Bomber; manchmal können die Fische auf doppelte Rutenlänge befischt werden, manchmal muss man 20 Meter weit werfen.

Rute: Mittelschnelle bis schnelle Rute der Klasse # 5-7 in einer Länge von 8 – 10 Fuß.
Rolle: Am besten Large arbor mit sehr guter Bremse und 150 Meter Backing..
Schnur: WF-Schwimmschnur mit ausgeprägter Keule. Am besten eine Schnur für Anfänger oder eine normale Schnur um ca. 80 – 100 cm einkürzen.
Dies ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, da beim Fliegenfischen im Gegensatz zum Fischen mit herkömmlichem Gerät nicht das Gewicht des Köders (Blei, Pose etc.) die Schur befördert, sondern das Gewicht der Schnur den Köder beziehungsweise die Nymphe auf Distanz bringt.
Vorfach: Konisch gezogene Vorfächer in Längen zwischen 100 cm und 200 cm. Bei längeren Vorfächern bitte die Spitze etwas dicker wählen, damit beim Wurf noch genug Energie bis hin zur Nymphe gegeben ist.
Tippet: Die Stärke der Vorfachspitze sollte mind. 0,18mm betragen, denn es gibt nichts Ärgerliches, als einen guten Fisch zu verlieren, weil die Schnur nicht stark genug ist. Außerdem wird Ihr Vorfach bei der nahen Grundfischerei oftmals durch Hänger, Reiben am Kies und Verwicklungen im Gebüsch beschädigt.
Die erste Wahl fällt hierbei natürlich auf Flurocarbon, da es schneller sinkt und abriebfester ist als herkömmliches Monofil. Den Faktor der Unsichtbarkeit möchte ich jedoch mit einem kritischen Auge betrachten, da sich das Material mit der Zeit sowieso mit Schwebstoffen verbindet und somit sichtbar wird.
Ich persönlich fische meisten ein 0,22 mm Vorfach, weil es aufgrund des Gewichts der Nymphe immer noch gut sinkt und man bei kleinen Reibereien immer noch auf der sicheren Seite ist. Davon ganz abgesehen, kann man bei den obligatorischen Hängern die Nymphe viel leichter retten.
Grundsätzlich sollte man aber von Zeit zu Zeit die Vorfachspitze kontrollieren und gegebenenfalls erneuern.
Meine erste Wahl hierbei fällt auf das GTM von Stroft und das Akya Tournament von Mustad.
Fliegen: Bei der Auswahl der Nymphen sind die Fische nicht so wählerisch, viel wichtiger ist, dass sie fressen. Dennoch sollten die Nymphen eher schwer gewählt werden. Am besten eignen sich Jigs oder Nagelnymphen. Die Farben gehen von schwarz über grau bis hin zu hellgrün und neonpink. Aber dazu später noch im Teil „Nymphen und ihre Bindeweise“.
Indicators: Große hochschwimmende Bissanzeiger am besten aus Pop up foam, wie sie beim Karpfenangeln Verwendung finden.
Bissanzeiger aus Kunststoff oder zum Kneten sind zu schwer und absorbieren beim Wurf zu viel Energie.

Erich Stäublis Bissanzeiger

BissanzeigerDieser Bissanzeiger ist echt genial. Man kann ihn in allen Farben, Formen und Größen selber herstellen. Es ist der billigste und beste Bissanzeiger, den ich kenne.
Und so wird er gemacht:
Am besten man schneidet aus einem Pop up foam einen Würfel mit ca. 1,50 x 1,50 x 2,00 cm. Dieser wird dann der Länge nach achteckig beschnitten und anschließend auf einem Spieß über einer Gasflamme so lange gedreht bis er rund ist. Danach fädelt man das Stück auf Rigtube auf und befestigt ihn mit wasserfestem Sekundenkleber. Fertig.
Mit dieser Methode kann man in 10 Minuten eine ganze Wurst herstellen, von der man sie dann nur mehr noch herunter schneiden muss. Gesichert wird das ganze mit einer Spitze von einem Zahnstocher.

Sonstiges: Standard-Fliegenfischerausrüstung mit Weste und guter Watbekleidung. Bleischrot oder Knetblei und Arterienklemme.
Ein Muss ist eine gute Polarisationsbrille und eine Mütze mit Schild, da sie die Sichtigkeit ins Wasser noch zusätzlich verstärkt.
Zusätzlich ein normaler Forellenkescher, der mittels eines Magneten auf der Rückseite der Weste befestigt werden kann damit man sich nicht immer in den Sträuchern verheddert.
Eine Abhakmatte ist auch noch ein gutes Hilfsmittel, wenn man größere Fische schonend an Land aufbewahren will, während man sich mit dem Selbstauslöser an der Kamera abkämpft. Hierzu bedient man sich einfach eines Stückes PVC-Plane oder etwas Verpackungsmaterial von Hifi-Geräten, das mit kleinen Luftkammern gefüllt ist. Diese lassen sich klein zusammenrollen und am Rücken der Westen verstauen.

Gerätezusammenstellung

Bei der Gerätezusammenstellung sollte man darauf achten, dass die jeweilige Schnur auch zur Schnurklasse der Rute passt. Es bringt nichts, wenn ich eine Rute der Klasse #7 mit einer Schnur der Klasse #5 bestücke, da sich die Rute nie wirklich aufladen wird und ich somit die schweren Nymphen nicht ins Ziel befördern kann.
Dass konisch gezogene Vorfach wähle ich immer in einer Länge, die ca. 2/3 der Rutenlänge entspricht. Dieses wird dann mit der Spitze verbunden. Diese sollte ungefähr die doppelte Länge der Wassertiefe aufweisen. Als Verbindung haben sich der Double Grinner Knot oder die Schlaufe in Schlaufe Technik am besten bewährt.
Die Schlaufen bindet man am besten mit einem Perfection loop. Dieser Knoten ist kinderleicht zu binden und hält bombenfest, weil das Material beim Zusammenziehen nicht aneinander reibt und somit nicht anschmelzen kann. Der Knoten bildet eine gerade Verbindung und trägt nicht zu stark auf, so dass der Bissanzeiger noch übergeschoben werden kann. Anhand der Grafik können Sie erkennen, wie er gebunden wird.

Knoten Diesen Knoten binden Sie an beide Enden Ihres konisch gezogenen Vorfachs und schlaufen es anschließend an die Hauptschnur. Nun binden Sie den gleichen Knoten nochmals an die Vorfachspitze und schlaufen diese an das dünne Ende des konischen Vorfachs. Bissanzeiger auffädeln und mit einer Zahnstocherspitze sichern.
Nymphe mit einem Knoten Ihres Vertrauens (Grinner oder Blutknoten) anbinden und fertig. Durch Verschieben des Bissanzeigers können Sie sich jeder Wassertiefe und Situation perfekt anpassen.
Das ist die ganze Hexerei der Barbenmontage.

Standplätze und Hotspots

Diese können von Gewässer zu Gewässer verschieden sein, wobei die heißesten Stellen eigentlich immer Kraftwerksausläufe, Buhnen, Strömungstaschen und Rauschen unterhalb von Wehren sind. Allerdings konnte ich sie auch schon in ruhigen Bereichen oder auf Kiesbänken im nur 20cm tiefen Wasser fangen.
Hier haben sich speziell die Spots herauskristallisiert, wo es nach schnellen flachen Bereichen wieder tiefer wird. Die meisten Barben stehen dort entweder in der Mitte oder am Einlauf.
Auch Kurven sind gute Spots. Dort sieht man sie generell zwischen Kiesbank und Außenkurve hin und her pendeln.
Generell sollte man sich erkundigen, wo schon einmal Barben gefangen worden sind und vor dem Fischen das Wasser einmal mit einer Polbrille abgehen, um sich selber ein Bild machen zu können. Allgemein ist bekannt, dass fressende Fische sich durch Aufblitzen verraten. Dies geschieht, weil sich die Barbe beim Aufnehmen der Nahrung in eine Seitenstellung begibt und dann einige Zentimeter gegen die Strömung nach oben schwimmt.
Hat man solch eine Stelle mit blitzenden Fischen gefunden, hat man die Barbe schon so gut wie im Kescher, vorausgesetzt, man verhält sich ruhig und kann den Drill für sich entscheiden.

Wetter und Beißzeit

Dieses Thema ist sicherlich auch wieder von einem Wasser zum anderen verschieden, aber man kann generell davon ausgehen, dass es bestimmte Beißzeiten gibt.
Diese sind die frühen Morgenstunden bis zu Mittag und der späte Nachmittag bis in die Dunkelheit. Würde ich den perfekten Zeitpunkt zum Fischen wählen, wäre es ein warmer, bewölkter Tag mit einzelnen Regenschauern Ende Mai mit angestaubtem Wasser, aber Ausnahmen bestätigen die Regel, und somit habe ich auch schon Mitte Juni bei 33 Grad im Schatten gut gefangen.
Zur Wassertemperatur kann man sagen, dass die Barben ab 14 Grad anfangen die Fliege zu nehmen

Fliegen und Ihre Bindeweise

Die Barbe ist ein gründelnder Fisch und wartet nicht so wie Forellen oder Äschen auf vorbeitreibende Nahrung, sondern sucht diese hauptsächlich unter Steinen oder versunkenem Astwerk. Deshalb müssen wir dem Fisch etwas Interessantes, Verlockendes anbieten, das er nur mit seinem Maul durch Einsaugen prüfen kann.
Hier sind Nymphen mit Glitzer oder intensiver Färbung erste Wahl.

Generell lautet die Regel:br/> Bei klarem Wasser gedeckte Farben in schwarz, braun oder oliv, die im Kontrast zum Grund des Gewässers stehen.
Trotz der gedeckten Farben ist es sicherlich von Vorteil, wenn die Fliege glitzert und zusätzlich noch einen kleinen Beißpunkt in einer auffallenden Farbe besitzt.

Bei angestaubtem bis trübem Wasser sollte man richtige Discofarben einsetzten. Hier reicht die Palette von Giftgrün über Orange bis hin zu Neonpink.
Hier ist es im Gegensatz zu den Nymphen für das klare Wasser hilfreich, immer etwas Schwarz einzubauen. Schwarz hat bei trübem Wasser immer einen guten Kontrastfaktor.
Beim Binden dieser Fliegen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen, wobei man als einziges darauf achten sollte, dass die verwendeten Materialien wenig Strömungswiderstand haben und gut sinken.
Als solche kann ich Sinkdubing, Bodyglas, Kupferfäden und Microchenille für den Körperbau nur wärmstens empfehlen.
Für den Aufbau im Thoraxbereich verwende ich meistens nur etwas buschigeres Antrondubing oder UV- Dubing.
Um der Fliege etwas Leben einzuhauchen, verwende ich so gut wie immer Rebhuhnhecheln in verschiedenen Farben. Rubberlegs, Hennenhechel oder anderes Material, das weich ist und gut spielt, ist sicherlich genau so gut.

Haken in den Größen 6 – 10 sind für diese Art der Fischerei sicherlich optimal, wobei man sicher bei kapitalen Exemplaren auch einmal zu einem kurzen 4er greifen kann.
Viel wichtiger ist, dass der Haken nicht zu dünndrähtig und scharf wie der Teufel ist, damit er auch im zähen Maul gut greift und nicht ausschlitzt.
Ich konnte hier sehr gute Erfahrungen mit dem Gamakatsu F314 und dem Varivas 2500V machen. Fertige Jighaken, die mit der Spitze nach oben über den Grund hoppeln, sind sicherlich eine perfekte Lösung um Hänger auszuschalten, aber da mir die meisten Fabrikate unzureichend scharf sind, benütze ich sie eher selten.
Als Beschwerung kommen Tungstenperlen in den Größen 4mm – 5,5mm zu Einsatz. Diese werden auf einen normalen Stahlnagel geschoben, welcher dann mit einer Kombizange in einen ca. 45 Grad Winkel gebogen wird.
Der Nagel mit der Perle wird dann wie auf dem Foto nach der Grundwicklung auf den Hakenschenkel gebunden und mit Sekundenkleber gesichert.

Nymphe 1Hier sei darauf geachtet, dass die ersten Windungen sehr stramm, aber nicht zu eng erfolgen, damit der Kleber zwischen Nagel und Haken fließen kann.
Der Nagel bringt nicht nur zusätzlich Gewicht in die Nymphe, sondern bewirkt, dass die Fliege mit der Spitze nach oben schwimmt und somit die Hänger am Grund auf ein Minimum reduziert werden.
Dieses Grundgerüst lässt sich jetzt beliebig gestalten und somit optimal auf alle Situationen anpassen.

Hier ein paar Muster, mit denen ich gute Erfolge verbuchen konnte:

Nymphe 2 Nymphe 3

Derjenige, der seine Fliegen nicht selber bindet greift am besten zu Mustern, wie sie der Fachhandel bereit hält. Bachflohkrebse, kleine Wollybugger oder diverse Goldkopfnyphen sind eigentlich überall erhältlich. In der Regel sind diese Muster aber zu leicht und man muss sie mit einem Bleischrot oder etwas Tungstenputti beschweren.

Technik und Taktik

Als Ausgangsposition stellen wir uns einmal einen Wehrauslauf oder Buhnenkopf vor, mit einer ungefähren Wassertiefe von 1,30 Meter.
Die meisten Fische werden hier entweder in der Strömung oder an der Kante zum ruhigen Wasser zu finden sein.
Jetzt pirschen Sie sich ohne hektische Bewegungen an die Fische auf Wurfdistanz heran. Die Barbe ist zwar nicht so scheu wie eine Forelle, doch abbrechendes Treibholz, Stolpern und Reiben mit den Schuhen am Kies ist Gift für einen guten Fang.
Am besten, Sie bringen sich etwas unterhalb der Fische in Wurfposition und versuchen die Fliege 2-3 Meter vor der Barbenschule abzulegen, damit sie genug Zeit hat, um auf Tauchstation zu gehen. Die Nymphe treibt jetzt auf die Schule zu und Sie versuchen mit hochgehaltener Rutenhand und einstrippender Schnurhand so wenig Flugschnur wie möglich auf der Wasseroberfläche schwimmen zu lassen. Dies ist die Art des tschechischen Nymphenfischens und ist sicherlich die beste Methode um auf eine Distanz bis zu 10 Metern die Fliege optimal zu präsentieren.
Da die Oberflächenströmung immer stärker ist als die Strömung am Grund, müssen wir uns dieser Technik bedienen, damit die Fliege nicht zu schnell über den Grund hoppelt. Treibt die Nymphe zu schnell ab, wird sie der Fisch kaum nehmen, weil dies unnatürlich wirkt. Weiters sollte man den Köder in einer so genannten „dead drift“ anbieten. Das ist nicht anderes als ein regungsloses Abtreiben ohne Aufsteigen und Abweichen von der Driftbahn.
Beim Fischen auf weiter Distanz zur Flussmitte sollte man sich auf die Höhe der Fische stellen, diese wieder um ein paar Längen überwerfen und durch dementsprechendes Umlegen der Leine gegen die Strömung die Drift verlangsamen.
Je langsamer die Drift, desto besser, aber bitte wählen Sie die Fliege jetzt nicht so schwer, dass man einen Hänger von einem Biss nicht mehr unterscheiden kann.
Am besten ist es, wenn der Bissanzeiger so eingestellt ist, dass die Fliege gerade noch Grundkontakt hat. Der Bissanzeiger rattert dann förmlich vor sich hin, doch wehe er bleibt in der Nähe der Schule nur für einen kurzen Moment stehen.
Ist das der Fall, müssen wir sofort einen Anhieb setzten.
Die Bisse sind oft sehr unterschiedlich. Einmal sind die Bisse so zaghaft, dass es unmöglich erscheint schnell genug anzuschlagen, und ein anderes Mal glaubt man, der Bissanzeiger bleibt am Grund im Kies stecken.
Aber das Thema Biss oder Hänger hat man spätestens nach einem halben Tag raus.
Je schneller die Fliege den Grund erreicht, desto mehr Strecke können wir effektiv abfischen. Mit der genauen Tiefeneinstellung des Bissanzeigers, der Vorfachstärke und dem Gewicht der Nymphe kann man hier sehr viel herausholen, doch es gibt noch einen Trick, um schneller auf Tiefe zu kommen.

Der so genannte Tuck cast:

Hierbei stoppt man die Rute beim Schießen lassen der Schnur abrupt ab. Die sich in der Luft befindliche Leine klappt somit nach unten um und die Nymphe schlägt direkt ins Wasser. Somit durchbricht sie die Oberflächenströmung viel schneller und geht auf Grund.

Anhieb und Drill

Nun ist der Bissanzeiger stehen geblieben und wir setzten einen Anhieb.
Fish on.
Nun so schnell wie möglich die Leerschnur auf die Rolle spulen und den Fisch über die eingestellte Bremse Schnur nehmen lassen. Befinden sich keine Büsche oder Unterwasserhindernisse in der Nähe, sollten sie die Barbe erst einmal gehen lassen. Steuert sie hingegen solche an, müssen wir sie daran hindern diese zu erreichen. Da die Barbe aber ein starker Fisch ist, der sich mit seinen großen Brustflossen regelrecht am Grund ansaugt, wird man mit hochgehaltener Rute wenig Druck auf den Fisch ausüben können.
Hier führt man die Rute in eine seitliche Stellung und versucht den Fisch aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Gleichzeitig sollte man nachgehen bzw. waten und versuchen die Oberhand zu bekommen. Sieht die Barbe erstmals den Fischer oder den Kescher, können Sie sich schon wieder auf die nächste explosionsartige Flucht vorbereiten.
Meistens endet das ganze Spiel darin, dass der Fisch sich unter dem Fischer mit der Strömung abwärts treiben lässt und bei jedem Versuch ihn zu landen wieder abzischt. Hier hat sich ein Überholen des Fisches bewährt, wobei man ihn dann von hinten landen kann.
Bei einer Barbe um die 70 cm und einer 5er Fliegenrute kann das schon mal 20 Minuten so dahingehen. Endlich ist der Fisch gelandet und wir setzten ihn nach dem Fotografieren wieder schonend in sein Element zurück.
Oft ist der Fisch so müde, dass er wieder eine Zeit braucht, um sich zu erholen.
Hierbei hält man ihn am besten mit dem Kopf voran in die Strömung und drückt ihn sanft gegen den Grund. Nach ein paar kurzen Augenblicken schwimmt er dann wieder von selber davon.

Zu guter Letzt

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen hier ein paar nützliche Tipps mit auf den Weg geben oder zumindest dazu anspornen ,es einmal mit der Fliege auf Barben zu versuchen. Dieser Fisch ist in jeder Hinsicht eine sportliche Herausforderung der Extraklasse für jeden Fliegenfischer, der einmal neue Wege gehen will.
Bei mir und sicherlich bei vielen anderen steht nach dem ersten Fang dieser Fisch ganz weit oben in der Hitliste.
Außerdem beherbergen die Flüsse, in denen die Barbe heimisch ist, auch noch viele andere Fische wie Nase, Döbel, Forelle, Barsch und Hecht als Beifang.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel schöne Stunden am Wasser und natürlich heiße Drills.

Als Anhang noch ein paar Appetithappen

Hopfgartner Hopfgartner
Schuppi mit 74cm und 5,7 kg. auf # 5er Rute und 0,20er Vorfach Fette 68er bei Einbruch der Dunkelheit gefangen
Christian Christian
Christian mit 69er nach 20 Minuten Schöne Nase und die Chrise im Glück.
Hopfi3 Barbe
Die erste gute Barbe, hart erkämpft, 63 cm Drill mit allem, was dazugehört.

www.marksflyfishing.com Hiermit möchte ich noch demjenigen, der einmal Lust hat, in Italien, Slowenien oder Österreich mit der Fliege zu fischen, auf die Homepage von DI. Markus Kaaser verweisen. Dieser Mann ist Ihr sicherer Schlüssel zum Erfolg, wenn es um Technik, Taktik und das richtige Equipment geht.

Christian Hopfgartner






Ein kräftiges PETRI HEIL wünscht Ihnen
Markus Hopfgartner

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