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Die Drau - Lebensader einer Alpenregion:

Alles was fliet - vereint sich mit ihr.

Von Friedrich Tomasin

Neuland - Die junge Drau.
Richard - immer aus auf Abwechslung - stellt Edi und mich vor die Realitt- wir machen einen 3-Tagestrip nach San Candido (Innichen) an die junge Drau.
Top secret waren schon Quartiere angemietet und Fischereilizenzen sichergestellt. Widerspruchslos und bereitwillig folgen wir den Spuren unseres Guides.

1. Tag - Am Ursprung.
Am Toblacher Feld zwischen der schroffen Bergwelt der Dolomiten und dem Defereggengebirge, entspringt vllig unspektakulr, die Drau.
Nur wenige Kilometer von der Grenze zu sterreich, noch sehr zart in ihrer Gestalt, sprudelt sie aus der Erdkruste und beginnt selbstbewusst ihren langen, vor ihr liegenden Weg zur Donau.
In der Drau des Hochpustertales dominiert die Fario. Aber auch die Fontinalis ist existent. Die Bestandsdichte ist sehr gut. Fische, die deutlich ber der 30iger Marke liegen, sind eher in der Minderheit. Mit CDC-Flies auf leichtem Gert, erleben wir eine liebliche und erfolgreiche Fischerei.

2. Tag - Ein kleiner Seitensprung.

Das Toblacher Feld ist eine Wasserscheide und weist die Flierichtungen: der Drau nach Osten - der Rienz nach Westen. Das Angebot, einen Seitenzubringer der Rienz, den Antholzerbach zu testen, war den Seitensprung wert.
Der bereits leicht schneebedeckte Gipfel des Hochgall (3435m) und weitere umliegende Dreitausender geben der Fliegenfischerei im Tal der Holzschnitzer einen wildromantischen Aspekt.
Auch dieses Fischwasser ist der Fliegenfischerei - wie in der Drau - mit leichtem Gert vorbehalten.
Hier gesellen sich zu Bachforelle und Saibling auch noch die Thymallus und mglicherweise die Marmorata? Denn mehrere gehakte Fische hatten Merkmale von Kreuzlingen, wie sie mir aus der Soca bekannt sind.
Naheliegend wre es: gehrt der Antholzerbach zu einem Gewssersystem, das in die Adria entwssert.
Aus den Bestimmungen fr die Fischerei dieses Reviers, konnte ich keinen Hinweis entnehmen. Alles in allem eine empfehlenswerte Abwechslung zur Fischerei vor der Haustre.
Fr aller Art von Informationen sei auf den Fisherman, Anton IRENBERGER, I-39038 INNICHEN/S. CANDIDO, Via I. Mantinger 2, Tel./FAX: 00390474-913127, verwiesen.




Die Erfolgreichen

3. Tag - Ein kurzer Flirt.
Beim Schsseldrill am Vorabend wurden die Strategien fr den Folgetag festgelegt.
Wir entschieden, nicht mehr zu Fischen, sondern die Rckreise zu ntzen, um so manchen Blick ins Wasser der Drau im Osttiroler Pustertal zu werfen.
In genaueren Augenschein wurde das Revier der Gemeinde Sillian genommen.
Nur wenige Kilometer flussab, zeigt die Drau schon deutlich mehr Profil. Auf Grund der strkeren, aber auch schon ruhigeren Wasserfhrung, waren schen neben Bachforellen und Saiblingen in ansehnlichen Grenordnungen zu beobachten.
Die hervorragende Bestandsdichte fand bald eine Erklrung: Hier gilt - catch and release!
Informationen: Marktgemeinde SILLIAN, TelNr.: 04842-6321.

Die Krntner Drau.

Krnten hat ungefhr 8000 km flieende Gewsser, die das Land entscheidend prgen. Der Anteil der Drau betrgt ca. 2,5 %, also etwa 200 km. Auf der gesamten Lnge der Drau in Krnten gibt es nur mehr etwas mehr als Flieanteil - jenen von der Landesgrenze bis zur Autobahnbrcke bei Mauthbrcken. Bis Lavamnd wird die Drau in einer geschlossenen Kette von zehn Flusskraftwerken energiewirtschaftlich genutzt. Der Fluss wurde fast vollstndig auf schmale Staurume und zum Teil groe Stauseen gestaltet. In den letzten Jahren fanden auf wenigen Kilometern einzelne Revitalisierungsmanahmen in Form von Aufweitung des Flussbettes durch die Entfernung von Ufersicherungen, statt.


Altwasser bei Rosegg

Typische Flussfische wie Bachforelle, Huchen und sche stellen ganz spezifische Ansprche an das Flussbett, die Strmungsgeschwindigkeit und Wassertemperatur.
Diese Voraussetzungen kann die Drau groteils nicht mehr bieten.
In den Flussabschnitten mit Stillwasser tummeln sich bis auf einige Ausnahmen, die Mehrheit der in Krnten nachgewiesenen Fischarten.
Bestimmte Bestnde sind aber nur durch knstlichen Besatz aufrecht zu erhalten. Fr eine natrliche Reproduktion fehlen komorphologische Voraussetzungen, aber auch Strmung und entsprechende Wassertemperaturen.
Hnde weg vom oberen Drautal - lautete vor Jahren das Leitmotiv fr eine beherzte Umweltaktion.
So blieb dieser Talabschnitt vor bereits geplanten Eingriffen bewahrt und sein wenig beeintrchtigter bis naturnaher Zustand bestehen.
Der Fischbestand, im oberen Drautal dominiert von Forellen und schen, aber auch der Huchen, der grte Vertreter unter den heimischen Fettflossern, weltweit nur im Stromgebiet der Donau, vor allem in den rechtsseitigen Zubringern, so auch in der Drau, hat im Abschnitt obere Drau noch ein gutes natrliches Vorkommen.
Auf Grund seiner kapitalen Gren (Weltrekord: 144 cm - 34,8 kg), lockt er von weit ber den Grenzen Fischer an die Drau. Aber auch der growchsigen und herrlich gefrbten Drausche wegen, kommen Interessierte in diese Region.
Von den Nichtsalmoniden seien die Schmerle und der Steinbeier erwhnt. Sie gehren zu den vom Aussterben bedrohten Fischarten und sind ganzjhrig geschont.


Im Unterland

Zum Insektenleben.
Wie schon in den beschriebenen Gewssern, habe ich auch die Kerbtiere der Drau unter die Lupe genommen.
Meine Aussagen beschrnken sich aber nur auf den Abschnitt des oberen Drautales.
Wer nun ein greres Artenspektrum erwartet, wird enttuscht. Auch die obere Drau ist eine artenarme Benthoswelt. Sie zeigt sich dafr in der Artendichte grozgig.
Das massenhafte Vorkommen gehusebauender Kcherfliegen kann mit einem Blick jeder Laie feststellen. Neben den Huslbauern siedeln versteckt unter und zwischen Steinen, die Kcherlosen.
Von den Eintagsfliegen sind Arten aus den Familien der Aderhaften (Heptagenidae) und Glashaften (Baetidae) am hufigsten. Ihre Vertreter lieben Verhltnisse, wie sie die Drau zu bieten hat.
Weitere Benthosvertreter sind Steinfliegen, die Schlamm- oder Erlenfliege und Zweiflglerfamilien: Zuck- und Kriebelmcken sowie Gammaridae.
Der Inhalt von Fischmgen zeigt immer wieder, dass Landinsektenarten als Nahrungsbestandteile nicht unbedeutend sind. Ameisen haben Vorrang vor Kfern und anderen Terresten.
Schon fters hat eine "Black Ant" fr den Fangerfolg gesorgt.
Schlussfolgerung fr die Kderwahl: Kcherfliegen- und Eintagsfliegenimitationen und ihre Larvennachbildungen mssen in der Fliegendose sein.
Auch Ameisenhnliches und Mckenhaftes darf nicht fehlen.

Zur Fischerei.
Die Fliegenfischerei in der Drau beschrnkt sich auf die Frhjahrs- und vor allem Herbstfischerei.
Bereits ab April kann die Fischerei durch die einsetzende Schneeschmelze beeintrchtigt werden und kommt in den Sommermonaten, wenn die Drau trbes Gletscherwasser abfhrt, praktisch zum Erliegen. Eine lange Durststrecke, aber auch eine von der Natur auferlegte Schonzeit. Ein Parameter fr den lang ersehnten Beginn der Fischerei auf die Drausche, ist die magische Zahl "1,30" m. Nhert sich der Pegelstand bei Amlach (tglich auf der Wetterseite der Kleinen Zeitung) dieser Grenordnung, dann zieht es so manchen fischenden Zeitgenossen nach Oberkrnten.
Was die Gerteausstattung betrifft: Auf Grund der Dimensionen der Drau, neige ich zur Empfehlung, kein allzu leichtes Gert zu verwenden. Mit einer Rute der Klasse 5/6 und
9-Fu ist man bestens ausgerstet.
Die Fischerei in den Staubereichen gehrt bis auf wenige Ausnahmen der Grund- und Spinnfischerei. Eine der Ausnahmeangebote bietet ein Altwasser, die sogenannte Roseggerschleife, im Abschnitt Rosental. Wer es hier versteht, die Nymphe auf Nasen einzusetzen, kann eine Fliegenfischerei der speziellen Art erleben.

Fischereimglichkeiten und Informationen.

Revier Niedermller - H. NIEDERMLLER vlg. PONTILLER:
Drau ab Landesgrenze zu Tirol linksufrig: 9,2 km, rechtsufrig: 8,2 km; nur fr Hausgste
A-9781 OBERDRAUBURG, Marktstrasse 17, TelNr.: 04710/2244, FAXNr.: 04710/2244-66. www.pontiller.at

Revier Putz - H.J. PUTZ:
Drau rechtsufrig von der Draubrcke in Dellach bis zur Draubrcke in Berg; nur fr Hausgste
A-9771 BERG im DRAUTAL 17, TelNr.: 04712/735, FAXNr.: 04712/735-405
www.ferienpark.at

Revier Draukraft - Sportfischereiverein "DRAUKRAFT":
Drau rechtsufrig von der Einmndung des Zauchenbaches bis zur Einmndung des Inselbauer-Lauenbach.
A-9815 KOLBNITZ, Rottau 12, TelNr.: 04783/2111, FAXNr.: 04783/2111-39343.

Revier Hotel Alte Post:
Drau beidufrig von der Spittaler Wasserleitungsbrcke bis zur alten Amlachbrcke.
Axel Huber
Seespitz 24
A-9871 Seeboden
++43 (0) 47 62 / 81357

Revier Draukraft - Sportfischereiverein "DRAUKRAFT":
Altwasser Drau vom Wehr ST. MARTIN bis zum KW ROSEGG:
A-9181 FEISTRITZ im ROSENTAL, TelNr.: 04228/2202-235.

Ein kleiner Bilderbogen


Siesta an der noch wrmenden Herbstsonne


Wenn der Vater mit dem Sohne


Expertengesprche am Drauufer


Allerheiligensche 2001

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