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Grüner Blattkäfer

Die Materialien.

Haken: Kamasan B 100, Gr. 14.
Bindezwirn: Serafil 120/2-zweifädig, grün.
Körper: Bleidraht, Kanin-Antron-dubbing braun.
Deckflügel: Cellophan grün schillernd (Geschenkspapier)
Köpfchen: Pfauengras kupfern.

Die Bindeschritte.

Abbildung 1 Den Haken zweilagig mit Bleidraht umwickeln. Um das Verrutschen des Körpers zu vermeiden, Bleidraht mit Superkleber fixieren.

Abbildung 2 Nach der Grundwicklung ein kleines Büschel Siebenschläfergranen einbinden und auf ca. 3 mm Länge kürzen (Imitiert nach dem Flug die schon zusammengefalteten aber noch herausragenden Hautflügel).
Den ca. 3 mm breiten Cellophanstreifen, der den sklerotisierten Deckflügel darstellt, einbinden.

Abbildung 3 Den zweifädigen Bindezwirn spalten, Dubbingmaterial einlegen und Zwirn straffen, so dass sich ein Dubbingstrang bildet.

Abbildung 4Den Dubbingstrang gleichmäßig auf den Hakenbogen aufbringen, um den Körper darzustellen.

Abbildung 5Nun wird der Cellophanstreifen über den Körper zum Öhr gelegt und mit dem Bindezwirn durch einige Wicklungen gesichert.
Eine Pfauengrasfiber einbinden – ein Köpfchen formen und mit dem Kopfknoten die Bindeschritte beenden.

Geburtsstunde:

Vermutlich wird es weltweit unter den unzähligen Insektennachbildungen schon ein Muster, das dieses Blattkäferchen nachahmt, geben.
Meine Erkenntnisse, eine derartige Imitation zu binden, ergaben sich in der abgelaufenen Saison.
Im Juli führte mich meine Pflicht als beeidetes Fischereischutzorgan an die Lieser im Pöllatal.
Neben meiner Kontrolltätigkeit legte ich immer wieder meine Fliegenschnur aus, um mir – wie ich es mir vorgenommen hatte – ein paar Fische für das Abendessen zu erlegen.
Beim ersten entnommenen Fisch nahm ich, wie so oft, eine Untersuchung des Mageninhaltes vor – und siehe da – lauter kleine grüne Käferchen kamen zum Vorschein.
Ich blickte mich unverzüglich in der Umgebung um und stellte fest, dass der gesamte Uferbereich relativ dicht von dieser Käfernart besiedelt war.
Unverzüglich kam mir der Gedanke, dieses Krabbelwesen künstlich nachzubilden.
Am Folgetag kam mir beim Vorbereiten für ein Geschenk der Zufall zugute.
Beim Verpacken einer Weinflasche fiel mir der schillernde Effekt des transparenten Einbandes auf.
Nach kurzer Begutachtung war ich mir sicher: Dieses Material wird das Deckflügelmaterial für meine Käferimitation.
Nachdem mich aber auch das natürliche Vorbild mindestens so interessierte, nämlich um welche Käferart es sich handelte, blätterte ich in meiner Insektenliteratur und wurde auch fündig.
Unter der Vielzahl der Gattung Blattkäfer stieß ich auf ein Käferchen, das meinem - leider machte ich kein Foto, um es genau vergleichen zu können - sehr ähnlich war.
Auch der Unterartname „Monticola“ (Bergbewohner) bestärkte mich in der Ansicht, dass es vermutlich diese Art Blattkäfer sein musste.
Nach diesem entomologischen Erkundungstrip setzte ich mich zum Bindestock, und die oben vorgestellte Nachahmung kam dabei heraus.
Anschließend darf ich feststellen, dass dieses Muster nach meinen praktischen Erfahrungswerten einen fixen Platz in meiner Fliegendose bekommen hat.
Nachahmung empfohlen! – Gutes Gelingen und Petri Heil!

Friedrich Tomasin

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